1. Schritt zur nachhaltigen Agentur

Mai 17, 2021 | Agentur, Sustainability

Wie in der Szene Hamburg versprochen wollen wir unsere 10 Tipps für eine nachhaltige Agentur mit euch teilen. Der erste Schritt? Fortbewegung!

 

Ein wichtiger Kundentermin hier, Drucke abholen dort – im Agenturalltag ist man den ganzen Tag über auf Achse. Das Thema Fortbewegung & Verkehr ist das vermutlich präsenteste in aktuellen Klimaschutzdebatten. Rund 20% der Treibhausgasemissionen Deutschlands macht der Verkehrssektor aus (Quelle: germanglobalzero, 2017). Daran muss sich etwas ändern!

Arbeitsweg

Fangen wir an mit dem Arbeitsweg. Momentan reicht dieser bei den meisten von uns nur vom Schlaf- ins Arbeitszimmer. Doch sobald wir uns wieder in der Agentur sehen dürfen stellt sich die Frage – wie gestalten wir unseren Weg in die Agentur möglichst nachhaltig?

Die umweltfreundlichste Option ist klar, zu Fuß. Bei einem kniffligen Projekt oder einer Inspirationsflaute kann der morgendliche Spaziergang zur Quelle der Inspiration werden. Für längere Strecken eignet sich dann aber meistens doch eher das Rad. In vielen Städten sind die Radwege mittlerweile gut ausgebaut und die Arbeit leicht zu erreichen – und die Parkplatzsuche fällt auch weg. Wer kein eigenes Rad besitzt, kann sich bei Leasingfirmen wie z.B. Swapfiets eines ausleihen, oder nimmt das Stadtrad, das nicht nur kostenlos ist, sondern sich auch bequem an unzähligen Stationen in der Stadt abholen und zurückgeben lässt. Statt eines Firmenwagens können Agenturen z.B. Vergünstigungen auf E-bikes oder Mitgliedschaften bei Bikesharing anbieten. Angekommen am Arbeitsplatz sollten sich Agenturen auch um einen sicherer Ort zum Abstellen des Fahrrads kümmern. Die Fahrt mit dem Rad ist gesund und spart vor allem eine Menge CO2. Als kleinen Motivationspush könnt ihr mit diesem Rechner nachrechnen, wieviel ihr auf eurem Arbeitsweg eingespart habt.

Eine weitere Alternative sind, klar, die öffentlichen Verkehrsmittel. Seit 2019 sind Jobtickets auch wieder steuerfrei, sodass ihr nicht nur CO2, sondern auch eine Menge Geld spart.

Manchmal lässt sich die Fahrt mit dem Auto jedoch nicht vermeiden. In vielen großen Städten gibt es daher e-car sharing Angebote oder sogar e-roller. Besitzt ihr bereits ein Auto, könnt ihr über diverse Plattformen einfach Mitfahrer finden und Fahrtgemeinschaften für den täglichen Arbeitsweg bilden. Dadurch tut ihr nicht nur etwas Gutes für die Umwelt und spart Fahrtkosten, sonder lernt zugleich auch neue Leute kennen.

Geschäftsreisen

Doch wie sieht es bei längeren Strecken, z.B. für Geschäftsreisen aus?

Die beste Option ist die Bahn: nachhaltig, schnell und arbeiten lässt es sich unterwegs auch. Die ICEs der DB fahren neuerdings sogar zu 100% mit Ökostrom.

Lässt sich die Fahrt mit dem Auto nicht vermeiden, gilt: zusammen ist besser als alleine. Über unterschiedliche Mitfahrangebote wie z.B. Blablacar könnt ihr weitere Mitfahrer mitnehmen und so dafür sorgen, dass weniger Autos auf den Straßen unterwegs sind.

Flüge sind auf der Liste der Klimakiller weit oben mit dabei. Auf lovingtheatmosphere.org könnt ihr euch als Berufstätige für die Vermeidung von Inlandsflügen mit einsetzen. Zudem findet ihr dort Forderungen & Vorschläge für einen klimagerechteren Verkehrsausbau. Unsere Devise ist: erst vermeiden, dann kompensieren. Wenn es nicht anders geht und ihr doch fliegen müsst, könnt ihr mit einer CO2 Kompensation die Auswirkungen eures Fluges etwas eindämmen. Aber Vorsicht: nachhaltig ist nicht gleich nachhaltig. Einige der etablierten Anbieter behalten einen Großteil der Kompensation ein, sodass nur ein Bruchteil davon bei den Kompensationsprojekten ankommt. Um eine Art Ablasshandel für den Klimawandel zu vermeiden, lohnt es sich genauer hinzusehen. Und auch bei der Wahl der Airline lässt sich durch gute Recherche einiges an CO2 einsparen.

Und last but not least: Zuhause bleiben. Wenn wir durch die Pandemie eines gelernt haben, dann, dass auch nicht jedes Meeting vor Ort stattfinden muss. Kurze Besprechungen lassen sich auch bequem über Zoom abhalten und die lange Anfahrt so vermeiden.

Mathias Rüsch

Mathias Rüsch

Head of Design & Brand Strategist Kreativer Stratege mit dem Gespür für Marken, Trends, Styles und Kunden.

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